EINSÄTZE

Waldbrandeinsatz am Thumsee in Bad Reichenhall
// Waldbrandeinsatz am Thumsee in Bad Reichenhall 14.04.2007 // 06:00 Uhr
Einsatzart: Brand
Einsatzort: Bad Reichenhall - Thumsee
Einsatzleiter: FF Bad Reichenhall
Fahrzeuge: ELW Laufen 10/1, LF8 Laufen 43/1
zusätzlich alarmiert: Feuerwehren Landkreis BGL, KATER BGL, Polizei, BRK, THW, Bergwacht, Landratsamt, etc.
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Beinahe drei Tagen Löscharbeiten mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften ist im Landkreis Berchtesgadener Land am Sonntagabend der Katastrophenalarm beendet worden. Der Waldbrand am Thumsee war am Sonntag weitestgehend gelöscht, bis zum Abend hatten die Einsatzkräfte nach Glutnestern gesucht. Über 900 Helfer waren nach Angaben des Landratsamtes das Wochenende über im Einsatz, um den Großbrand nahe Bad Reichenhall unter Kontrolle zu bringen. Insgesamt elf Helikopter kreisten von Freitag bis zum Sonntagabend über dem unwegsamen Gelände. Auch am Sonntag war die Situation angespannt, denn es bestand weiter latente Brandgefahr. Das Feuer war bereits am Freitag ausgebrochen und hatte sich in der Nacht zum Samstag gefährlich ausgebreitet.

Der rund 60 Hektar große Brand, bei dem vor allem das trockene Gras am Boden Feuer gefangen hatte, war bis zum Samstagnachmittag zwar unter Kontrolle, immer wieder entwickelten sich aber neue Brandherde. Obwohl am Samstagabend kein offenes Feuer mehr zu sehen war, rückten die Hubschrauber den ganzen Sonntag über zum Löscheinsatz aus: „Wir nässen den Berg ein, um ein Aufflammen des Feuers zu verhindern“, sagte der stellvertretende Sprecher des Landratsamtes, Stefan Neiber, am Sonntag. Ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera dirigierte die Löschflüge und die Helfer am Boden zu den Glutnestern. Die Bundeswehr unterstützte die Löscharbeiten mit drei Hubschraubern und 20 Soldaten.

Die Ursache für den Brand blieb zunächst unklar. Die Polizei geht jedoch davon aus, dass sich das Feuer selbst entzündete. Nach Angaben des Landratsamtes könnte das Feuer bis zu 30 Hektar Wald zerstört haben, Menschen oder Gebäude waren zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Der Schaden konnte zunächst nicht beziffert werden. Da jedoch ein über 20 Jahre hinweg mühsam aufgeforsteter Lawinenschutzwald betroffen sei, rechnete das Landratsamt mit einem höheren Schaden. Die Staatsstraße 2101 war das gesamte Wochenende gesperrt.
 
Autor: Feuerwehr Laufen Fotos:  Feuerwehr Laufen (45 Bilder)
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